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Mit der Unterschrift des Schulleiters Konrad Mollweide, der TheoPrax-Leiterin Martina Parrisius und dem Dependance-Leiter Michael Abendschein wurde die TheoPrax-Dependance eröffnet! Damit können reale Aufträge aus der Industrie, dem Handwerk oder den Kommunen noch eigenständiger umgesetzt werden.

 

 

Was bedeutet TheoPrax?

TheoPrax ist eine Lehr- und Lernmethode, welche am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal als Schnittstelle zwischen Schule und Wirtschaft entwickelt wurde, um die Lernmotivation zu steigern. Zentrum des Konzepts ist das Angebots-Auftrags-Verhältnis mit einem außerschulischen Partner. Weitere Informationen zu TheoPrax sind unter diesem Link zu finden: https://www.theo-prax.de/einstieg/home.html.

Win-Win-Situation

Für die Schülerinnen und Schüler ergibt sich mit der TheoPrax-Methode eine Win-Win-Situation: Mit der Verbindung von Theorie und Praxis erhalten Sie Einblicke in Unternehmen, sie arbeiten im Team an realen Projekten. Auf Augenhöhe mit dem Auftraggeber gilt es, betriebliche Probleme zu lösen und ein Projekt erfolgreich zu managen. Im fächerübergreifenden Lernen werden überfachliche Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Übernahme von Verantwortung, Selbstorganisation und Selbständigkeit gefördert. Zudem können die Leistungen in der Schule angerechnet werden.

Wie laufen TheoPrax-Projekte ab?

Beginnend mit der „Kick-Off-Sitzung“ beim Auftraggeber lernen die Schülerinnen und Schüler das betriebliche Problem kennen. Anschließend gilt es im Brainstorming, Lösungsansätze zu finden und Schülerteams zu bilden. Nun schätzen die Schülerinnen und Schüler selbst ab, welche Projektleistungen sie erbringen können und welche Kosten dabei für den Auftraggeber entstehen. Der Auftraggeber erhält ein Angebot der gebildeten Teams, in welchem die erreichbaren Projektergebnisse inklusive der zu erwartenden Kosten beschrieben sind. Nach der Vertragsunterzeichnung durch den Auftraggeber beginnt die Realisierungsphase: Bis zur Abschlusspräsentation und Übergabe der Projektergebnisse an den Auftraggeber erbringen die Schülerinnen und Schüler die im Angebot beschriebenen Leistungen.

Zum Abschluss erhalten die Projektteilnehmer ein TheoPrax Zertifikat des Fraunhofer-Instituts ICT als Nachweis, Projekte erfolgreich managen zu können. Je nach Einbettung in den Unterricht können die Projektleistungen in der Zeugnisnote verrechnet oder als Seminarkurs angerechnet werden.

Beispiel: Seminarkurs TheoPrax

Einbettet in die zweite Jahrgangsstufe des Technischen Gymnasiums kann ein TheoPrax-Projekt als Seminarkurs zum Abitur anrechnet werden. Wird zusätzlich noch ein Fachbezug in einer Dokumentation und Präsentationsprüfung nachgewiesen, so lässt sich damit das vierte schriftliche Prüfungsfach oder das fünfte, mündliche Prüfungsfach ersetzen (Wenn sich damit alle Aufgabenfelder abdecken lassen).

Der erste Seminarkurs 2017/2018 wurde mit einem Auftrag des Sensorherstellers Sensopart aus Gottenheim bereits erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt haben 16 Schüler ein Zertifikat erhalten, 14 Schüler haben damit eine Abiturprüfung ersetzt.

 

 

M. Abendschein