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Alpin AG der RFGS

Ziel: Das Silvrettahorn auf 3244 m

19.09.2016

Die Alpin AG der Richard Fehrenbach GS , Schuljahr 2015/16

 

Im vergangenen Jahr startete im Herbst eine neue AG an der RFGS. Unter dem Arbeitstitel „Alpin AG“ konnten sich Schüler der 10. und 11. Klasse des Technischen Gymnasiums für dieses Projekt bewerben.

 

 

 

Ziel der AG war es, die teilnehmenden Schüler im Zeitraum des Schuljahres soweit vorzubereiten, dass sie eine hochalpine Bergtour planen, vorbereiten und durchführen können.

Angeleitet durch zwei Trainer des DAV und einem Sportlehrer fanden in 14 tägigem Rhythmus Treffen statt, bei denen die Grundlagen für eine einwöchige Hochtour in der Silvretta gelegt wurden.

Themen wie Wetterkunde, Orientierung, Kartenkunde, Seil-/Knoten und Sicherungs-technik, Kletter- und Konditionstrainings standen auf der vielfältigen Agenda der Gruppe.

 

 

Höhepunkt war dann die Abschlusstour in der letzten Schulwoche. Die Gruppe startete mit dem Zug am Hbf Freiburg in Richtung Klosters (CH). Von dort aus ging es mit dem Taxi bis zum Startpunkt der Tour der Alpe Sardcasca und dann zu Fuß bis zur Silvretta Hütte ( 2341m). Nach einer für diese Höhe zu warmen Nacht ging es am zweiten Tag um 5:00 Uhr richtig los. Die Gruppe liefe bis zum Silvretta - Gletscher und bereitete sich dort für dessen Überquerung vor. Steigeisen, Gamaschen und den Gurt angezogen und in die Seilschaft eingehängt und schon ging es in die Eiswüste. Erst flach dann sehr steil ging es die Egghornlücke (3045m) am Fuss des felsigen Steilaufschwungs zum Silvrettahorn hinauf und von hier aus zum Teil kletternd zum Gipfelkreuz.

Gegen 11:00 Uhr stand die Gruppe auf dem 3244 Meter hohen Gipfel. Der Abstieg zur Wiesbadener Hütte über den Ochsentaler Gletscher verlief ohne Probleme. Müde und zufrieden erreichte die Gruppe die Hütte.

 

 

Für den dritten Tag war geplant eine Tagestour zu unternehmen und am Abend wieder zur Wiesbadener Hütte zurückzukehren. Eine Wohltat für den Rücken, konnten doch einige Dinge aus den schweren Rucksäcken auf der Hütte deponiert werden.

Wieder ging es ganz früh los. Ziel sollte für diesen Tag die Haagspitze (3029 m) sein. Weglos, da nur selten begangen musste sich die Gruppe im Gelände orientieren. Die auf den Karten verzeichneten Gletscher sind hier schon Großteils verschwunden,  was der Gruppe den Klimawandel drastisch vor Augen führte. Keine Beschilderung zu haben und sich auf seine eigene Spurensuche zu machen stand bei dieser Tour im Mittelpunkt.

 

 

Auf dem Abstieg wurde dann noch ein paar Übungseinheiten eingeschoben, bei der die Gruppe das Schaffen von Fixpunkten im Schnee und Rutschübungen durchführte.  Also wie schafft man es

am schnellsten stehen zu bleiben, sollte man mal in einem steilen Schneehang ins Rutschen kommen.

Auf der Hütte gab es abends, wie nach jeder Tour, Skiwasser, um den reichlichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

 

Waren die bisherigen Tage immer sehr schön gewesen, zeigte sich der vierte Tag ganz anders. Die Wolken hingen schon am Morgen tief herunter. Ziel für den Tag war es durch die Tiroler Scharte ins Jamtal zu wechseln. Schon nach ca. 1 Stunde fing es an zu regnen. Wieder in Seilschaften ging es über den Gletscher in die Scharte, wobei wieder die Steigeisen angezogen werden mussten. Als die Teilnehmer beim Abstieg auf eine Apere (schneefreie) Stelle stießen und der Regen nachließ wurde die Gelegenheit genutzt und die Gruppe übte wie man Eisschrauben im Eis setzt und mit Steigeisen mit und ohne Eispickel auf Eis läuft. Danach wurde der Weg zur Jamtal Hütte in Angriff genommen, wobei noch ein Bach gequert werden musste. Also Schuhe aus und … „kalt“.  Dabei ist uns aufgefallen das der Jamtalgletscher viel mehr geschmolzen ist als man es sich vorstellt. Soviel Eis einfach weg. Am nächsten Tag  hieß es  Abschied von den Bergen nehmen und die Gruppe stieg  nach Galtür ab, um  mit dem Bus und dem Zug über Landeck zurück nach Hause zu fahren.

 

 

Es war für alle Beteiligten eine tolle und erfolgreiche Woche, mit vielen neuen Erfahrungen und aufregenden Erlebnissen und Eindrücken.

 

Lea, Janni, Niklas, Quirin