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Exkursion Kernkraftwerk Beznau / Kavernenkraftwerk Wehr

18.07.2016

Am 05.07.2106 um 7.30 Uhr trafen sich die Schüler der 11. Klasse des technischen Gymnasiums sowie die werdenden Techniker der Maschinentechnik vor dem Konzerthaus, nachdem auch der letzte Schüler etwas später eintraf konnte es losgehen. Der volle Bus fuhr über Basel zur künstlich angelegten Insel Beznau in der Schweiz auf der sich ein AKW und ein Wasserkraftwerk der Firma Axpo befinden. Zuerst besichtigten wir das Laufwasserkraftwerk von Axpo, welches 114 Jahre alt ist, eine Maximalleistung von ca. 22 Megawatt hat doch trotzdem in einem Top Zustand war. Im Gegensatz zu Deutschland stellt die Schweiz ihre elektrische Energie beinahe ohne fossile Energieträger her. Neben der Wasserkraft stellen zahlreiche Kernkraftwerke diese Energie bereit. Auch das Personal war sehr freundlich und sehr auskunftgebend. Hochinteressant war vor allem die hergestellte Verbindung der Kraftwerke, so war das Laufwasserkraftwerk zum Beispiel bis letztes Jahr für den Notstrom des KKWs verantwortlich.

Das Kernkraftwerk beeindruckte durch seine massive Bauweise und durch sein Alter: Baujahr 1969! Nur weil die Schweiz ständig nachrüstet, darf es gemäß Volksabstimmung am Netz bleiben. Wir durften den Kontrollraum durch Panzerglas besichtigen sowie das Maschinenhaus mit den Dampfturbinen sowie den Generatoren und Dampfkondensatoren. Dies war nur möglich, weil es sich um einen Druckwasserreaktor handelt, bei welchem zwei Wasserkreisläufe existieren und der Heißdampf damit nicht radioaktiv ist.

 

 

Jedes KKW produziert auch radioaktive Abfälle, diese werden in Beznau direkt zwischengelagert. Auch diese Zwischenlager durften wir besichtigen. Wie kann man diesen Müll für 100.000 Jahre sicher lagern? Diese Frage muss auch in der Schweiz geklärt werden. Zumindest werden die Fässer nicht in ein instabiles Salzbergwerk eingelagert wie in Deutschland…..

 

 

Ohne Mittagessen (!) nur gestärkt durch unser mitgebrachtes Vesper ging es dann weiter in das Kavernenkraftwerk in Wehr, einem Pumpspeicherkraftwerk. Dort empfingen uns zwei ehemalige Angestellte und erklärten uns das Erneuerbare-Energie-Gesetz, in welchem Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen hat. Nachdem wir erfahren haben, dass der subventionierte Solarstrom aus Deutschland den Strommarkt belastet und die Gewinne der Kraftwerksbetreiber verringert werden, konnten wir nach 90 (!) Minuten Vortrag endlich mit dem Bus in die Kaverne 1,4km in den Berg hineinfahren. Die Bilder sprechen für sich – die Anlagen sind riesig und können trotz einer Leistung von 910 Megawatt und einer Wasserfallhöhe von 630m innerhalb von 60s auf Maximalleistung hochgefahren werden. Zusammen mit dem Hornbergbecken auf knapp 1100m Höhe über dem Meer gelingt es mit Pumpen und Turbinen das Stromnetz zu stabilisieren, welches durch Wind- und Photovoltaikkraftwerke starke Leistungsschwankungen verkraften muss. Dass der Schluchsee zu 60% mit Rheinwasser  gefüllt ist, war uns auch neu, der See ist das Oberbecken der Schluchseegruppe, welche durch Pumpspeicherkraftwerke das Wasser aus dem Rhein in Bad Säckingen hochpumpen kann.

 

Nach all den technischen Details sind wir dann wieder zurück nach Freiburg gefahren und haben den Tag als erfolgreich abstempeln können.

 

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