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Ministerbesuch an der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule

06.05.2009


In Zukunft europaweite Mobilität  für Auszubildende

Kultusminister Helmut Rau besucht Pilotprojekt „Eurolevel“ an der RFGS

 
Was für viele Studierende längst selbstverständlich ist, soll in Zukunft auch für Jugendliche und junge Erwachsene in der Berufsausbildung kein Problem mehr sein: Teile der Ausbildung im europäischen Ausland zu absolvieren oder den in einem Land erworbenen Berufsabschluss in ganz Europa als gleichwertig anerkannt zu bekommen.
Das ist bisher kaum möglich. Auch wenn Europa in vieler Hinsicht zusammenwächst,  im Bereich der berufliche Bildung war bisher davon nicht viel zu spüren: Zu verschieden sind die Ausbildungsverordnungen und Systeme der beruflichen Bildung in den verschiedenen Ländern, die Frage, was denn womit vergleichbar sei und welcher Wert welcher Ausbildung beizumessen sei, von daher strittig.

“Gerade in unserer grenznahen Situation ist die gegenseitige Anerkennung im Bereich der beruflichen Bildung aber von besonderer Wichtigkeit“, sagte Kultusminister Helmut Rau anlässlich seines Besuchs an der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule im Rahmen des Pilotprojektes  „Eurolevel“. Die Schule beteiligt sich als eine von zwei Schulen in Baden-Württemberg an dem Projekt, das vom Kultusministerium, dem Industrie- und Handelskammertag Baden-Württemberg sowie dem Handwerkskammertag Baden-Württemberg getragen und von der Universität Jena wissenschaftlich begleitet wird.

Ziel ist es, an den Schulen ein Leistungspunktesystem zur Anrechnung von Lernergebnissen in Ausbildungsberufen zu entwickeln und zu erproben. Lernleistungen können mit diesem System zwischen den einzelnen Bereichen der Berufsbildung besser übertragen und angerechnet werden. Berufsschüler erhalten durch das Leistungspunktesystem die Möglichkeit, einfacher im europäischen Ausland leben und arbeiten zu können. Damit soll die berufliche Bildung sowohl für Jugendliche als auch für die Wirtschaft noch attraktiver werden.

„Eurolevel“ wird an der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule anhand des Ausbildungsberufes Anlagenmechaniker/Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik erprobt. An dem Schulversuch nehmen eine Klasse der Berufsschule und des Berufskollegs teil.

Anlässlich des Besuchs des Ministers hatte Schulleiter Rolf Dierdorf die am Projekt „Eurolevel“ Beteiligten zu einer Führung durch die Ausbildungsstätten und einer anschließenden Diskussion eingeladen.
Auszubildende und Lehrer der am Projekt „Eurolevel“ beteiligten Klassen zeigten in den Werkstätten der Schule den Besuchern zentrale während der Ausbildung erworbene Fertigkeiten und erläuterten die Funktionsweise der Geräte und Anlagen.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucher aus Kultusministerium, Handwerkstag, Handwerkskammer, Regierungspräsidium, Landtag und Universität von der hochwertigen Technik der neuesten Generation, die die Schule in ihrem Schulungsraum für umweltfreundliche Energietechnologien den Auszubildenden zur Verfügung stellt. So verfügt der Schulungsraum auch über eine Brennstoffzelle, die der regionale Energieversorger badenova im vergangenen Jahr der Schule übergeben hatte.
Das Thema regenerative Energien bildet einen zentralen Schwerpunkt innerhalb der beruflichen Bildung der Schule. Auch hier engagiert sich die Schule im Rahmen eines internationalen Ausbildungsprojektes im Energiemanagement  für eine Intensivierung der europäischen Zusammenarbeit.

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