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"Showdown in Müllen" -

30.01.2011

Shit – schon wieder Stromausfall ! Nichts geht mehr in Müllen – die Stadt ist hochverschuldet, verdreckt, ruiniert.Die Krise hat die Müllener fest im Griff – aus der Traum von der Ökohauptstadt – nichts als Frustration und Weltuntergangsstimmung! Doch völlig unerwartet erscheint ein Hoffnungsschimmer am Horizont : Die legendäre Pop-Diva Claire Zachanassian – kündigt ihren Besuch im ehemaligen Heimatstädtchen an

Das freut die Müllener sehr, denn die Lady kann nicht nur singen, sondern gehört– dank einer günstigen Heirat – zu den reichsten VIPs der Welt. Da wird doch wohl was für die Müllener rauspringen!? Eifrig bereiten sie einen würdigen Empfang vor. Sie zählen dabei fest auf Claires ehemaligen Jugendfreund Alfred Ill. Er soll an die frühere Jugendliebe anknüpfen, seinen Charme spielen lassenund Kohle aus ihr herauslocken. Doch ganz so einfachscheint die Rechnung nicht aufzugehen. Ills plumpen Annäherungsversuchen erteilt Claire eine deutliche Abfuhr. Sie zeigt sich zwar bereit, die Müllener zu unterstützen, aber ihr milliardenschweres Angebot hat einen hohen, schrecklichen Preis. Müllen wird zum nationalen Medienereignis. Das Städtchen gerät in Aufruhr und Ill in schwere Bedrängnis ... es geht um „Geld oder Leben“.

„Showdown in Müllen“ ist eine freie Version der Theater-AG der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule nach der Vorlage der diesjährigen Abi-Pflichtlektüre „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt.

Unsere Textfassung und Inszenierung ist das Ergebnis einer intensiven Diskussion des Originaltextes, bei der es viele Fragen gab: Wie lässt sich ein so langes Stück unterhaltsam inszenieren, ohne dass es den Charakter der Tragikomödie verliert?

Wo sollen wir Modernisierungen vornehmen? Was wollen wir beibehalten? Wie sollen wir kürzen? Welche Fragen unserer Zeit lassen sich sinnvoll einbauen?


Darüber hinaus gab es auch grundsätzliche Fragen, die wir Dürrenmatt gerne gestellt hätten: Ist tatsächlich jeder verführbar? – Hat es nicht auch immer und zu allen Zeiten Widerstand gegeben? Was wäre gewesen, wenn das gemeinsame Kind von Claire und Ill überlebt hätte? Worin liegen Probleme und Aufgaben für die nachfolgenden Generationen?

Aus der Beantwortung dieser Fragen ist nun ein Stück entstanden, das Gemeinsamkeiten, aber auch gravierende Unterschiede zum Original aufweist: In Müllen läuft einiges anders als in Güllen! – Lassen Sie sich überraschen!


Die Einladung zum Theaterbesuch geht an alle Menschen, die sich für Schultheaterproduktionen interessieren, vor allem aber auch an Schulklassen, denen wir gerne unser Stück präsentieren würden. Da das Stück auch vom Stadttheater inszeniert wird, besteht auch die Gelegenheit zu vergleichen: Was machen junge Leute aus diesem Stück im Unterschied zu den „Profis“.

In der Badischen Zeitung wurde anlässlich der erfolgreichen Premiere dieses Theaterstücks über unsere Schule berichtet. Bitte informieren Sie sich hierzu unter http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/theater/acht-takte-ohnmacht-acht-takte-zombies.