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Volleyballturnier am Technischen Gymnasium

06.05.2013

...Am Mittwoch, den 17. April 2013, hieß es wieder „the same procedure as every year“. Am letzten schriftlichen Abiturtag der beruflichen Gymnasien - während die Schülerinnen und Schüler der 13er Klassen tief gebeugt über ihren Abiturarbeiten brüteten - tobte sich nebenan der Rest der gymnasialen Oberstufe der Richard-Fehrenbachschule in der Gerhard-Graf-Sporthalle aus. Dort traten, allen biologischen Grundgegebenheiten zum Trotz, Wombats gegen „Kängaroos“ (ganz neue Schreibweise!!!) an, Brüllaffen maßen sich mit Stabheuschrecken und die Lemuren versuchten die Dreckspatzen ins Bockshorn zu jagen. Sage und schreibe 20 Mannschaften hatten ihren Hut in den Ring geworfen und sich mit aus dem Tierreich entlehnten Namen versehen. Als um 8.00 Uhr nach launiger Begrüßung durch das Sportlehrerteam und Vorstellung der Teams endlich die Bälle ins Spiel kamen, gab es kein Halten mehr. Über fünf (Vor-)Runden hinweg wurde gestellt, geschmettert und geblockt, als gäbe es kein Morgen mehr. Und dabei konnte es durchaus vorkommen, dass „Sharks“ von „Bergziegen“ in die Grenzen gewiesen wurden und die Tigerenten keine Beißhemmung gegenüber den Grizzlys zeigten.
Nach jeder Spielrunde wurde kurz bilanziert und somit sichergestellt - bedingt durch das (Schweizer)Turniersystem - dass im Folgenden wieder etwa gleichstarke Mannschaften aufeinandertrafen. Hierbei leistete der mit drei SchülernInnen der 11. Klasse besetzte Regietisch organisatorisch und rechentechnisch gesehen Akkordarbeit. Dass dabei auch mal kurzzeitig der Überblick verloren gehen konnte, dies wollte keiner dem Organisationsteam verdenken. Denn alles in allem baldowerten sie sicher und souverän die jeweils nächsten Spielrundenpartien aus und gewährleisteten somit, dass die Mannschaften schnell wieder auf den Spielfeldern standen. Soweit es den Mannschaften doch ab und an vergönnt war, kurz pausieren zu dürfen, konnten sie sich zusammen mit den Zuschauern in dem Cafeteriabereich, wo selbst gebackene Kuchen, Kaffee und Softdrinks von den Schülern feilgeboten wurden, stärken. Somit war auch sichergestellt, dass die Teams trotz kräftezehrender Spiele noch ausreichend Reserven für die abschließende Platzierungsrunde hatten. Dabei traf nochmals das Brüllaffenteam (klar, das müssen die Lehrer sein) auf die Stabheuschrecken (Klasse 12/2). Das laute Team der Primaten setzte sich überwiegend aus SportlehrerInnen zusammen, wobei sie sich der Chemie halber noch den entsprechenden Kollegen aus diesem Fachbereich für das Team geangelt hatten. In der Endrunde dann zeigte sich die ganze Routine des Brüllaffenteams, die ihre einzige Vorrundenniederlage gegen die Kleininsekten unbedingt wettmachen wollten. Sie gewannen zwar das Spiel um Platz eins, ihre Gesichter wurden dann aber doch immer länger, als ihnen nach dem Finalsieg mitgeteilt wurde, dass sie aufgrund des (deutlich) zu hohen Altersdurchschnitts umgehend aus der offiziellen Wertung genommen werden müssen. Man hätte allenfalls mit ihnen Nachsicht gehabt, wenn sie sich von vornherein als Team „Alte Hasen“ ausgegeben hätten. Aufgrund der strikten Auslegung des (schülerfreundlichen) Reglements verstummten die Brüllaffen und man glaubte gar, das freudige Zirpen der Stabheuschrecken (12/2) vernehmen zu können. Denn als spielkonstantestes Schülerteam sicherten sie sich verdientermaßen den Turniersieg. Auf den Plätzen folgten das Team Tapir (Klasse 11/2), Grizzly (11/2) und Mischlackzz (11/3) bisher leider immer noch ungeklärt, was für Viecher dies auch immer sein mögen. Jedenfalls wurde bei der direkt im Anschluss stattfindenden obligatorischen Siegerehrung ebenso alle Mannschaften und Teilnehmer mit entsprechend gebührendem Applaus bedacht wie auch die vielen Helfer des Auf- und Abbaus, des Cafeteriabereichs und selbstredend auch die Fotografinnen. Somit hatte wieder einmal ein schöner Volleyballturniervormittag sein Ende gefunden. Zurück blieb nur die Gewissheit, dass es im nächsten Jahr wieder heißen wird „the same…

Jörg Schuran