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Tagesexkursion Kavernenkraftwerk Wehr und Kernkraftwerk Beznau

TG11-3 und FTM1

04.04.2019

 Kavernenkraftwerk Wehr

Erstaunlicherweise waren alle pünktlich am vereinbarten Treffpunkt erschienen und unsere Exkursion startete pünktlich um 08:00 Uhr mit der Busfahrt in Richtung Schweiz. Nachdem einige Schüler in Neuenburg zugestiegen waren fuhr uns der Busfahrer erfolgreich zu einem falschen Kavernenkraftwerk in Bad Säckingen (!), folglich mussten wir einen Umweg in Kauf nehmen und trafen somit mit 15 Minuten Verspätung beim richtigen Kavernenkraftwerk in Wehr an.

Zu Beginn hatten wir eine Einführung in die Pumpspeicher-Technik, die dort angewendet wird. Es wurde gezeigt wie viele Pumpspeicherkraftwerke die Schluchseewerk AG in Betrieb hat und wo sie sind. Außerdem wer die Hauptaktionäre sind und wofür der Strom verwendet wird. Nach einer interessanten, sowie mit Fachinformationen bestückten Präsentation gelangten wir mit Hilfe unseres Busses in das Herz der Anlage, 600m unter die Erde. Eine gewaltige Maschinenhalle erwartete uns mit imposant lautem Generatorendonnern.

Die Führung dauerte ungefähr 60 Minuten, in der wir die riesigen Kugelventile und die vier Generatoren mit ihren Pump - und Generatorarmaturen zu Gesicht bekamen und kurz erklärt wurden. Es wurde mehrfach erwähnt wie wichtig diese Kraftwerke sind und welchen Stellenwert diese Pumpspeicherkraftwerke auch in Zukunft mit einer Steigerung der regenerativen Energien haben. Es hat uns sehr viel Spaß bereitet das Werk zu besichtigen.

FTM1

 

 

Kernkraftwerk Beznau

Nachdem wir die Exkursion in das Kavernenkraftwerk erfolgreich abschließen konnten, freuten wir uns nun auf den Besuch des eigentlichen Highlights, das Kernkraftwerk (KKW) Beznau. Selbstredend fuhren wir nicht ohne den bei einem KKW angebrachten Abstand und der hierfür nötigen Skepsis in dieses mittlerweile ca. 50 Jahre alte Technologiezentrum.

Aufgrund der Fragwürdigkeit, der die Sicherheit eines KKWs untersteht, und der im Zweifel hohen Zahlen an Betroffenen Menschen im Unglücksfall fanden sich im Voraus in unserer Gruppe ohnehin keine glühenden Fürsprecher, für diese einst so zukunftsweisende inzwischen jedoch mehr als sämtliche andere Energieträger an Strahlkraft verlorene Energieerzeugungsmethode. In diesem Sinne kamen Einige mit Fragen in das Kraftwerk, die sie bei dieser Gelegenheit hofften beantwortet zu bekommen.

Doch nun zum Ablauf der Führung. Nachdem wir auf dem Gelände des KKWs ankamen, wurden wir zunächst in eine Art Besuchersaal geführt, in dem für uns ein kleiner Vortrag über die Architektur und die Funktionsweise des Kraftwerks gehalten wurde. Fragen waren zwar gestattet, wurden jedoch in einer für uns eher unschönen Art und Weise beantwortet. Interessant war es jedoch, die unterschiedlichen Sichtweisen zu vergleichen und zu sehen, aus was für einem Blickwinkel ein Kernkraftwerk in der Schweiz betrachtet wird.

Nachdem wir nun also dem Vortrag folgten, und sich dieser langsam dem Ende neigte wurden wir aufgefordert uns in Gruppen a 10 Leuten zu sammeln. Die Führerenden machten sich offenbar ausgeprägte Sorgen gegenüber dem deutschen Ausstieg aus der Kernenergie und dem Ersatz durch fossile Energieträger. Da unsere Fragen von einigen Führenden zum Teil nicht ganz sachlich beantwortet wurden wirkten diese nicht gerade sympathisch auf uns.

Die nun anstehende Führung über das Gelände des Kernkraftwerkes war sehr interessant, dabei wurde immer das Thema Sicherheit und Umwelt in den Vordergrund gestellt und auch manchmal im Bezug auf andere KKWs kritisiert.

TG11/3